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Wie entsteht ein...
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Cartoonkalender
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von
Daniel
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Was ist bunt, hat 13 Seiten und steckt voller Ideen? Logisch: Unsere Cartoonkalender!
Und obwohl diese Kalender in unglaublich vielen Wachen und auf Stationen hängen weiss kaum jemand, wie so ein Projekt zustandekommt und welche Arbeitsschritte zum fertigen Kalender notwendig sind. Deshalb wollen wir euch - auch um zahlreiche Fragen die wir täglich per eMail erhalten zu beantworten - eine kleine Reportage über die Entwicklung des Kalenders ´05 anbieten. |
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Konkret wird es meist schon viel eher als viele von euch
glauben. Kurz nachdem das Jahr beginnt, fangen auch wir mit
der Ideensuche an. Dabei steht schon zu Anfang der Planung
fest, welche Art von "Basismotiven" es geben wird. In der
Regel bemühen wir uns, sowohl die Bodenrettung, als auch
die Luftrettung, Bergrettung und Feuerwehr vertreten zu
lassen. Für die Monate Juni/Juli/August ist ein
sommerliches Motiv wichtig. Ebenso bemühen wir uns für
Dezember/Januar/Februar immer um etwas kühlere Cartoons.
Darüber hinaus können im weiteren Verlauf des Jahres auch
gerne saisonale Events einfliessen, zB. die Olympiade oder
eine WM. Auch muss darauf geachtet werden, dass nicht
zuviele Cartoons "Indoor" stattfinden oder jeder Cartoon
irgendwo im Grünen sein Unwesen treibt.
So werden bis Juni fleissig Ideen gesammelt und dabei auch
gerne neben persönlichen Einflüssen mal das Cartoonideen
-Forum bei Rippenspreizer.com konsultiert. Diese
Cartoonideen werden dann spätestens Ende Juli mit einem
herkömmlichen HB-Bleistift auf cartonierte A3-Bögen
skizziert und (noch völlig unabhängig von einer möglichen
Reihenfolge) durchnummeriert.Das Format der Cartoons ist
dabei streng festgelegt und wird"bis an die Kante" mit
Hintergrundelementen aufgefüllt.
Nach dem Skizzieren wird jeder einzelne Cartoon geinkt,
d.h. mit einem wasserfesten Tuschezeichner (Copic-Liner
0,5-0,8) in die "Reinform" gebracht. In der Regel starten
wir mit dem Cover, weil dieses Motiv für eine erste Print
- oder Onlinewerbung frühstmöglich zur Verfügung stehen
muss. Nachdem alle 13 Skizzen nun geinkt vorliegen und noch
zahlreiche Kleinelemente und witziger Krams eingefügt sind,
kommen wir in Phase 3 des Kalenderprojektes: Coloration.
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Jetzt schlägt die grosse Stunde von Pinsel, Wasserfarben
und Co. Damit sicherlich auch der arbeitsintensivste
Schritt auf dem Weg zum Cartoonkalender. Entgegen der
romantischen Vorstellung, das nun jeder Cartoon detailreich
und individuell von rechts oben nach links unten bunt wird
sieht die Realität etwas anders aus: Alle Cartoons werden
zunächst mit einem fleischbeige versorgt, d.h. es werden
eine Unzahl an Gesichtern, Händen und anderen exponierten
Körperteilen coloriert. Danach wird bei allen Cartoons Rot
aufgetragen, abschliessend blau, grün usw. Wenn dann alle
Cartoons zu 70% coloriert sind, knöpfen wir uns jeden
einzelnen vor um kleine Elemente und Hintergründe
einzufärben. Hierbei verwandeln sich die Wassermalpaletten
in ein buntes Potpüree und Chaos regiert den Zeichentisch.
A dieser Stelle fügen wir ausserdem Schattierungen und
Farbverläufe ein, um im Ansatz einen dreidimensionalen
Effekt zu erreichen. Der Preis ist hoch aber das Ziel ein
Hohes: Am Ende stehen ca. 630 qcm auscolorierte
Cartoonfläche auf dem Papierbogen. |
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Wer jetzt glaubt, wir hätten es geschafft, irrt (leider)
gewaltig! Egal wie genau und aufmerksam man colorieren
würde - der feine schwarze Strich des Inkprozesses wird
immer an vielen Stellen übergepinselt und dadurch verdeckt.
Deshalb kommen wir nicht umhin, alle Linien eines Cartoons
erneut mit einem Copicliner nachzuziehen. Sogesehen wird
eigentlich jeder Kalendercartoon zweimal gezeichnet.
Abschliessend findet nochmal eine Endkontrolle statt, bei
der kleine weisse Flecken auf der Cartoonlandschaft
aufgefüllt werden und Details letztmalig abgeändert werden
können.
Aber der Aufwand lohnt sich - jetzt sind nämlich die
Cartoons soweit fertig und können professionell eingescannt
werden. Wir nutzen dafür ein Reprostudio und bekommen nach
wenigen Tagen alle Cartoons in 400dpi eingescannt als JPEG
zur weiteren Bearbeitung auf CD-ROM. Hier beginnt die
vorletzte Phase der Produktion - die
Computernachbearbeitung. Hierbei werden die Cartoons
zurechtgeschnitten, kleine Unregelmässigkeiten und Fehler
korrigiert und die letzten Flächen mithilfe des Computers
ausgefüllt. Meist wird zB. der Himmel oder Hauswände am PC
eingefügt, um einen homogenen Verlauf zu garantieren. Der
Sprechblasentext wir nochmal dunkel kontrastiert und hier &
da werden kleinere Veränderungen mit Computerhilfe
vorgenommen.
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Damit steht die "Rohversion" des Kalenders nun in digitaler
Form auf der CD und kann damit weiter an die Druckerei
gehen. Hier wird das Ganze lithografiert, ein passendes
Kalendarium erstellt und mit den Cartoons kombiniert und
über Details wie Papprückwand, Abriss-Falz oder Ringbindung
entschieden. Die Auflage liegt zwischen 2000-3000
Exemplaren und wenn Marketing, Verkauf & Logistik gut
geplant bzw. umgesetzt werden, dann hält bis spätestens
November jeder Rippenspreizer-Fan und begeisterter
Rettungsdienster/Mediziner einen Cartoonkalender in seinen
Händen. |
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Wir hoffen, dieser Artikel hat euch die Entstehung eines
Cartoonkalenders etwas näher gebracht. Momentan steht der
Kalender ´05 gerade im Reprostudio und wird eingescannt. Ab
August könnt ihr erste Vorbestellungen abgeben (und dabei
auch eine kleine Ermässigung erhaschen); die Auslieferung
wird vermutlich im Oktober stattfinden und den Ausverkauf
der Kalender müssen wir wahrscheinlich wie jedes Jahr Mitte
Dezember verkünden! Deshalb - rechtzeitig vorbestellen,
dann klappt´s auch mit den bunten Bildern für 2005!
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