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Akute myeloische Leukämie

HLA-Typisierung für Stammzellspende

von MEDI-LEARN

Sie können jeden treffen: AML, CLL, ALL und CML, um nur einige Namen zu nennen - maligne Erkrankungen des blutbildenden Systems sind häufig und häufig leider auch bösartig. Sie lassen sich zwar heute besser als noch vor Jahren therapieren. Dennoch gibt es nach wie vor zahlreiche Fälle, in denen nur eine Stammzellspende weiterhilft. Thomas Rösch ist ein in Bayern tätiger Arzt. Er zählt leider zu den 70 % der Betroffenen, die auf eine Stammzellspende angewiesen sind, da sich ein geeigneter Spender im eigenen Verwandtenkreis nicht finden lässt.


Wir möchten euch in diesem Zuge die sehr simplen Wege vorstellen, sich als Stammzell-Spender zu registrieren lassen. Am Ende des Artikels findet ihr weitergehende Informationen und Kontaktadressen.

Name des Patienten: Thomas Rösch
Beruf: Arzt
Diagnose: Akute myeloische Leukämie (AML)


Bei Thomas Rösch wurde die Diagnose einer akuten myeloischen Leukämie gestellt. Wie sich jetzt nach genauer Typisierung und zytogenetischer Untersuchung herausstellte, ist eine Stammzelltransplantation nötig, um längerfristige Überlebenschancen zu sichern:

„Da ich leider keine Geschwister habe, steht ein idealer HLA-identischer Familienspender nicht zur Verfügung. Deswegen bin ich auf einen allogenen Fremdspender angewiesen. Nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Betroffene stellt diese Art der Therapie mit Stammzelltransplantation zur Zeit die einzige längerfristige Überlebenschance dar,“ so Herr Rösch. Eine Spendersuche unter den erfassten Spendern ist derzeit angelaufen. Die Chancen einen möglichst gut geeigneten Spender zu finden, steigen natürlich mit der Zahl der registrierten Spender und das Langzeit-Ergebnis und die Lebensqualität nach einer Stammzelltransplantation hängt für den Empfänger stark von der möglichst genauen HLA-Übereinstimmung und noch ein paar anderen Faktoren ab (Alter des Spenders, CMV-Status, Geschlecht, Blutgruppe usw.).

Zwei einfache Schritte auf dem Weg zum Stammzell-Spender
Der erste Schritt: Ein Mundschleimhaut-Abstrich
Die Spender-Registrierung ist dabei heute viel einfacher geworden. Im Regelfall werden nach Anruf oder Online-Anmeldung bei einer der u.g. Organisationen die Unterlagen incl. einer Abstrichbürste für die Mundschleimhaut zugeschickt. Diesen Abstrich macht man selbst und schickt Ihn in einem mitgeschickten Couvert zurück. Das ist zunächst erstmal alles für den Spender.

Der zweite Schritt: Eine Blutentnahme
Sollte man für einen Patienten als lebensrettender Spender in Frage kommen, wird man erneut angeschrieben und eine genauere HLA-Testung und nochmalige Anamnese gemacht. Sollte man dann immer noch als Spender in Frage kommen, wird diese Spende heute nicht mehr als Knochenmarkentnahme sondern lediglich als Blutstammzellentnahme aus dem peripheren Blut mittels Zellseparator (ähnlich einer Dialyse) ohne stationären Aufenthalt und ohne Narkose durchgeführt. Der Aufwand für den Spender ist also durchaus erträglich in Anbetracht der großen Hilfe die der Empfänger dadurch erhalten kann.

Der nächste Schritt: An wen muss ich mich wenden, um mich als Spender registrieren zu lassen?
Wir haben euch die Kontaktdaten der Institutionen, bei denen man sich registrieren lassen und auch weitere Informationen erhalten kann, angehängt und würden uns sehr freuen, wenn sich möglichst viele Personen registrieren lassen, um noch mehr Spender zu finden.
Es können Problemlos telefonisch auch mehrere Test-Kits bestellt werden. Gerne könnt Ihr diese Informationen – vor allem die Tatsache des relativ einfachen Prozedere eines Abstriches aus der Mundschleimhaut bzw. einer simplen Blutentnahme - auch an Freunde, Bekannte usw. weiterleiten.

Die Alternative für alle, die selbst als Stammzellspender nicht in Frage kommen
Leider ist es so, dass für eine Stammzell-Typisierung Kosten in Höhe von rund 50,- € entstehen, die von den Trägern der unten genannten Anlaufstellen aus Spendenmitteln zu finanzieren sind. Wenn der jährlich zur Verfügung stehende Spendenetat aufgebraucht ist, dann können potenzielle Stammzellspender nicht mit den nötigen Entnahmesets versorgt bzw. deren Untersuchungsmaterialen nicht mehr für den Spenderpool ausgewertet werden. Immerhin bietet dieses ungeheuerliche Politikum aber all den Interessierten, die selbst als Stammzellspender nicht in Frage kommen eine Möglichkeit, betroffene Patienten indirekt mit einer Geldspende an die Trägereinrichtungen zu unterstützen. Hierfür wurde ein Bankkonto von der "Stiftung Aktion Knochenmarkspende" in München eingerichtet.

Kontaktadressen, um sich als Stammzellspender registrieren zu lassen
FÜR BAYERN:
Stiftung AKB - Robert-Koch-Allee 7 - 82131 Gauting
Tel.: 089-89 32 66 28 - Fax: 089-89 32 66 29
E-Mail: info@knochenmarkspende.de

Startseite: www.knochenmarkspende.de - Registrierung:
https://secure.deakb.de/html/ks_spender_anmeldung.php


FÜR DEN OSTEN DER REPUBLIK
Startseite: www.knochenmarkspende-magdeburg.de
www.stammzellspende-magdeburg.de

BUNDESWEIT:
DKMS - Zentrale Tübingen - Kressbach 1 - 72072 Tübingen,
Tel.: 07071 9430 - Fax.: 07071 943117
Startseite: www.dkms.de - Registrierung:
http://www.dkms.de/no_cache/spender/
registrierung/registrierungsformular/index.html


Konto für Geldspenden zur Unterstützung der voranstehenden Trägergesellschaften
Empfänger: Stiftung Aktion Knochenmarkspende
Geldinstitut: Bank für Sozialwirtschaft München
Bankleitzahl: 70020500
Kontonummer: 8826406
Verwendungszweck: Typisierungsaktion Stammzellspende

Überweisungen aus dem Ausland
IBAN: DE56700205000008826406
BIC: BFSWDE33MUE (München)

Ganz herzlichen Dank für eure Hilfe auch und vor allem im Namen von Thomas Rösch!
Eure Redaktion MEDI-LEARN

   >>  www.knochenmarkspende.de
   >>  Deutsche Knochenmarkspenderdatei

 
 



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