schönes Wochenende!!!

8. Februar 2010 geschrieben von LaTraviata

Beine aus den Hausschuhen herausnehmen und nun erst einmal hochlegen! Das Wochenende war schön und anstrengend :-)... weiter geht's!

Beine aus den Hausschuhen herausnehmen und nun erst einmal hochlegen! Das Wochenende war schön und anstrengend :-) ... weiter geht's!

Nach einem wunderbaren freien Wochenende beginnt nun am morgigen Tage wieder die neue Arbeitswoche, oder besser gesagt, die beiden ArbeitswocheN!

Und nach diesem gelungenen Wochenende habe ich tatsählich nicht sovielLust auf die Alten und Kranken des Landkreises und erst recht nicht auf Spätdienst… die mochte ich schon in meiner Ausbildungszeit nicht. Irgendwie ziehen die  sich meist wie Kaugummi und man kommt von der ARbeit, legt sich hin und steht morgens nicht in aller Herrgottsfrühe auf, um noch den Tag nutzen zu können, ehe es zur Arbeit geht… NEIN, man schläft aus… also kann man sich vorstellen, wie produktiv diese Spätdienstwochen in jeglicher Hinsicht sein können und en effet auch sind ;-) !

Noch dazu kommt, dass an diesem Wochenende sämtliche Rechnungen ins Haus geflattert sind, die man sich nur irgendwie vorstellen kann… Nebenkosten aus dem Jahr 2008…, Krankenversicherung- und Pflegeversicherungsnachzahlung von einer kurzfristigen Beschäftigung, und… und.. und!!! Ein Grund mehr, mal wieder einigen Nebenbeschäftigungen nachzugehen, um den Geldbeutel wieder zu füllen – schließlich will die Miete bezahlt werden und ein wenig Leben, wie jetzt am vergangenen Wochenende :-D soll ja auch noch stattfinden.. und das kostet! Aber ich arbeite fleißig an der Prosperität *düdeldüüüü*!

two months to go…

3. Februar 2010 geschrieben von LaTraviata

Mittlerweile habe ich einiges gesehen, erlebt und heruntergeschluckt, jetzt muss es auch mal ausgespuckt werden: ja, einige Dinge machen mir den endgültigen Abschied von dem Stationsalltag leicht – allen voran mein Vorgesetzter!

Anfangs war es nur stoffeliges Verhalten mir gegenüber – habe ich nichts gegen, ruhigere Menschen sind mir in 99% der Fälle sowieso lieber. Wenn jedoch mein Vorgesetzter mir gegenüber nicht einmal grüßende Worte erwidern kann, so steigert das nicht unbedingt die Arbeitsmotivation; ersrt recht nicht, wenn man nicht weiß, wieso das so ist.

Der größte Aufreger der letzten Wochen ist ohnehin die Tatsache, dass seit Anfang Dezember ein “Orientierungsgespräch” im Raume stand, durch eben genannte Stationsleitung angezettelt. Der Inhalt sollte sich mit meiner Arbeit beschäftigen und einen ersten Status quo erfassen – soweit, so gut. Ständig wurde der Termin aufgeschoben, plötzlich sollte auch die Pflegedienstleitung mit dabei sein und vorzwei Wochen fand das das groß anberaumte Gespräch statt. Nur um die Qualität meiner Arbeit ging es ebenso wenig, wie um mich als Mensch.

“Wir haben uns  dazu entschlossen, Deinen Arbeitsvertrag auslaufen zu lassen!”

Bums. Das war es. Es seien keine Stellen frei – fertig. Anfang derWoche habe ich dann einen persönlich an mich gerichteten Brief von der Pflegedirektion erhalten. Man begrüße mich recht herzlich am Klinikum und möchte mich als neue Mitarbeiterin zu Termin X einladen, bla, bla, bla… Im Nachsatz wünschte man mir noch eine erfolgreiche und nachhaltige Arbeit dort. Ich mußte doch tatsächlich mal laut loslachen… In diesem Panoptikum weiß wirklich der eine nicht, was der andere tut!

Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz scheinen hier definitiv nicht zu regieren, zumindest nicht in Sachen Personalwirtschaft. Meine Stelle wird ab dem 1. April schon neu besetzt und es wurden sogar schon Leute zum Probearbeiten eingeladen, während meine Person noch nicht einmal überdas weitere Procedere unterrichtet war. That’s fair?! Wer gegen das Team spielt, darf sich nicht wundern, irgendwann mal selbst im Abseits zu stehen… soviel dazu und diese ganzen Begebenheiten machen es einem nicht schwer, bald wieder die Zelte abzubrechen und es nicht nur dabei zu belassen. De facto werde ich wieder einmal einige Leute vermissen, aber die dort herrschende Arbeitsathmosphäre wenn DD (der “dicke Diktator”) vor Ort ist, ist definitiv von schweigender Angst geprägt und den meisten vergeht zu Dienstantritt schon die Lust auf die Arbeitswoche… so etwas kannte ich bisher auch nicht!

Zu renitent und unbequem? Jetzt erst recht!

Frohe Weihnachten…

27. Dezember 2009 geschrieben von LaTraviata

Weitere zwei Wochen sind vergangen und langsam aber stetig wird es irgendwie. Zumindest stellt sich ein Plan ein, was ich wann am Besten erledige in Sachen Neuaufnahme. Die meisten Dienstärzte und Kollegen kenne ich nun auch.

Lngsam aber sicher kristallisiert sich auch heraus, mit wem man gut auskommt und mit wem eher nicht. Erstere Gruppe ist zwar sehr überschaubar, aber wichtig!

Dummerweise bin ich in der Nacht vom 25.12. auf den 26.12. von einem bösen Magen-Darm-Virus mit Hyperemesis heimgesucht worden. Braucht kein Mensch, insbesondere nicht an dem Feiertags- und Dienstwochenende. Zwar erfolgte meine Krankmeldung rechtzeitig, schneller ging quasi gar nicht, nichtsdestotrotz mußten meine Kollegen in Unterbesetzung arbeiten. Aber was nicht geht, geht einfach nicht… Da bringt einen auch schlechtes  Gewissen nicht weiter. Noch immer liege ich mehr als Schatten meiner Selbst im Bett, denn als arbeitsfähiger Mensch und bei jedem Aufstehen schmerzt mein Schädel, als hätte jemand stundenlang mit einem Hammer darauf eingeprügelt. Des weitern bliebe da noch die Frage: “Wo, Kreislauf, wo?!”

Jetzt bleibt nur zu hoffen, daß es mir bis Dienstag wieder gut geht, denn da beginnt meine Spätdienstwoche, die letzte in diesem Jahr! Dann bin ich schon ganze zwei Monate dort beschäftigt… el tiempo pasado volando…:-) So kann es weitergehen!

11. Dezember 2009 geschrieben von LaTraviata

Eineinhalb Monate sind in der Hölle nun vergangen. Von meinem inneren Gefühl sind es schon Jahre. Leider kann ich mich nicht so recht motivieren, was sich in “auf-dem-letzten-Drücker-Schichtbeginnen”äußert.  Grundsätzlich bin ich ja eher der Typ Mensch, der alles plant und in den beruflichen Angelegenheiten überkorrekt ist.

Andererseits habe ich mich auch noch nirgendwo so unwohl und unwilllkommen gefühlt. Ich zähle jetzt die Tage, die noch bleiben… Studium, ich komme! Und ich freu’mich auf Dich!!!

Doch angekommen? Schuhe in die Hand genommen!

25. November 2009 geschrieben von LaTraviata

So, denn. Die ersten Dienstwochen wären in die Kategorie “gesehen und erlebt” aufgenommen und eine Meinung über den neuen Job scheint sich langsam abzubilden.

Sicherlich ist es nicht leicht, wenn die Jobs vorher erstens im Nachhinein einfach besser waren und zudem auch in dem eigentlichen Ausbildungsfeld lagen. Fakt ist einfach, daß man sich die Hacken abrennt und das einfach mal neun Stunden und trotzdem niemandem gerecht wird. Man kommt nach Hause, teilweise nur noch fähig auf der Couch herumzurotten und wenn man da so alleine und sinnierend sitzt/ liegt, stößt einem bitter auf, daß das alles unglaublich frustrierend ist und man selbst sich und seinen Ansprüchen ohnehin nicht gerecht werden wird.  Ich funktioniere, lese zu Hause zwar nach, weil ich einfach noch viel mehr wissen muss bzw. für mich dieses Bedürfnis sehe, aber mit Spaß hat das nichts zu tun. L-E-E-R!

Daher auch die Bleistiftzeichnung des weiteren Plans: bis zum Sommersemester arbeiten, nebenbei fürs Studium bewerben und dann überlegen, ob ich umziehen möchte oder nicht. Wenn letzteres den Zuschlag bekommen sollte, das weitere “Dienste kloppen” in der Klinik allerdings nicht, geht es nochmal per Flugzeug und mit Trekking-tauglichem Gepäck ins Ausland. Und dann…. jaaaa… hoffentlich an der Uni meiner “Homebase” ab spätestens Oktober Medizin studieren – ich böser Mensch :-P ! (Man muss wissen, dass an meiner neuen Arbeit Medizinstudenten und Pjler keine Individuen sind, sondern generische Ausdrücke… stets mit dem Artikel “das” versehen. Da muss man schon aufpassen, dass man nicht zu schnell seinen Plan offen darlegt…

surf ‘n turf

10. November 2009 geschrieben von LaTraviata

Die erste Woche wäre vorbei, meine Einarbeitung damit auch erledigt. Wahnsinn! Keine Ahnung von nichts, gut die administrativen Sachen bekomme ich schon irgendwie hin, aber doch muß man nüchtern konstatieren, daß man als Rettungsassi in der Klinik seine Schwierigkeiten hat. Es ist grundsätzlich ein anderes Arbeiten, vor allem der bürokratische Faktor scheint vom Notfallort bis in die Zielklinik einer Exponentialfunktion zu folgen.

Alles in allem muß ich sagen, daß es sicherlich nicht schlecht ist, diese letzte Erfahrung zu sammeln, ehe es ins Studium und folglich auch wieder zurück in die Landrettung geht.  Aber ich bin jetzt schon fröhlich gestimmt, daß das alles in weniger als einem Jahr sein Ende finden wird. Klaro, man kann jetzt meinen, ich gäbe dem Ganzen keine Chance, aber man merkt schnell, welche Arbeit viel Spaß macht und welche weniger… und da ist mir die präklinische Notfallmedizin mit ALL ihren Facetten doch lieber, als Gomercity eines größeren Uniklinikums, wo ständig Patienten hineingesurft werden – von den own bussiness surfern mal ganz zu schweigen, die werden weiter unten in einem gesonderten Kapitel abgehandelt  – über deren weitere Klinikumskarriere man sich dann schnellstens Gedanken machen kann… sofern man denn freie Betten findet.

Und WAS da teilweise so kommt… man man man. Ganze Altenheime, die pünktlich Freitag abends ihre Flure leerfegen wollen, weil scheinbar Schwester Ludmilla die Krätzmilbe hat und dementsprechend ausfallen wird und eben nicht 87 Patienten versorgen kann.  Tja, da landet dann das ohnehin schon präfinale internistische Polytrauma bei uns auf einer höchst kommoden Trage, die jeder Dekubitusprophylaxe zum Trotze für ca. 6 Stunden, je nach Diagnostikschema, dessen Bettersatz sein wird. Dann BE, Infusuionstherapie, Monitoring…

Grandios sind meist die Selbsteinweiser… manche haben wirklich was und dann auch richtig… aber die “anderen” sind schlichtweg die Krönung der Schöpfung der Gattung “cerebral entkerntes humanoides Wesen”!

“Ei, verbibbsch… da hatt’ ich solsche Rückeschmerze… da dacht’ isch mir, da komm isch do e mal in die Notaufnahme…!”

Ja, so stand er da und vertraute auf unsere Ernsthaftigkeit und Hilfe, in dieser schlimmen Situation. So schlimm, dass er davon desnachts erwachte… au au au! Man hätte das darauffolgende Anamnesegespräch vertonen sollen… es hätte jeder Art von Comedy perfekt gedient und meinen Geldbeutel sicherlich aufpoliert. A propos Geldbeutel: eine Gefahrenzulage sollte man auch versuchen bei seinem Arbeitgeber zu beantragen, wenn man Sonntag nachts angedroht bekommt, man würde auf der straße erkannt werden und dann Fratzengulasch serviert bekommen. Sorry, aber da hört für mich der Spaß auf… ein wenig Angst hatte ich vor dem Typen schon. Und wenn andere darüber Witzchen machen, so bleibt mir gerade nur die schöne Erinnerung, an das was vorher war und die bittersüße Hoffnung, daß einfach alles gut werden muß und ich mich dann wieder auf einem Rettungswagen wiederfinden werde.

Es fällt mir momentan schwer, die contenance zu bewahren. Ab und an schiebe ich einen derartigen Hals auf meine Arbeit und die beknackten Patienten, daß ich einfach froh bin, Menschen um mich herum zu haben, die ein wenig die Feinheiten meines emotionalen Auf und Abs zu interpretieren wissen (obwohl ich ja nicht der Mensch der großen Worte bin, wenn es um mein Gefühlsleben geht und damit einigen sehr wichtigen Menschen schon gehörig über die Magengrube gelatscht bin…) … daher schließe ich mit den Worten Brechts, die mich in dieser Woche per Post aus meinem Elternhaus erreicht haben und mich einige Tränchen gekostet haben:


"Die Schwachen kämpfen nicht,
die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang.
Die noch Stärkeren kämpfen viele Jahre,
die Stärksten kämpfen ihr Leben lang:
diese sind unentbehrlich!"

Ich hoffe einfach, daß ich das alles schaffe wieder in den Griff zu bekommen und daß sich diese übel riechende braune Masse, die sich ungefragt über mein Leben gelegt hat, mitsamt ihres Kotzaromas bald verflüchtigen möge….


gelbe Kittel, grüne Gesichter, blaue Wunder?!

2. November 2009 geschrieben von LaTraviata

So, da ist er: der offizielle erste Arbeitstag als Rettungsassistentin in einem größeren Klinikum hier auf der Notaufnahme.

Eigentlich wäre ich wohl jetzt schon auf dem Weg zur Arbeit, aber kurz vor dem Absprung erreichte mich noch ein Anruf von dem Pflegedienstleiter, daß ich aufgrund akuten Personalmangels doch lieber zum Nachtdienst antreten sollte…

Schön, daß meine Pläne immer aufgehen und ich nun eine Woche lang Dienst schieben werde, während andere Leute feiern oder schlafen. Naja, was soll’s – immerhin gibt es mehr Geld! Solange ich nicht ständig von solchen Anrufen überrascht werde… man darf gespannt sein.

Heute Abend werde ich auf jeden Fall zum ersten Mal in die gelbe Arbeitskluft steigen (jaaa, gelbe Kasacks und Hosen…) und die Nacht zum Tage machen.

Fortsetzung folgt…:-D

goodbye countryside!

27. Oktober 2009 geschrieben von LaTraviata

Und einer mehr:

der letzte Dienst! Nach der Beendigung meiner Ausbildung und dem damit verbundenen letzten Dienst in Frankfurt, hat ein weiteres Kapitel, nämlich der Einsatz in der Landrettung als Urlaubsvertretung, ebenfalls ihr Ende gefunden. Und ich hasse Abschiede! Erst recht von lieben Menschen, die eine Arbeitsathmosphäre aufkommen lassen, die einfach von Freude geprägt ist… daher wieder ein wenig Traurigkeit und mehr Demotivation, meine neue Stelle – in der Klinik – anzutreten. Einige Leute kennt man schon aus Praktika und ist ihnen bei der ein oder anderen Übergabe begegnet; Freude ist etwas anderes, Sympathie ein Kapitel eines noch ungeschriebenen Buches.

Daher nun mehr Frustration ob der Situation, die durch einen kleinen grauen Fleck in meinem Leben entstanden ist. Gesundheit ist eben doch das höchste Gut und nichts frustraner, als durch den Verlust dieser in Konsequenz noch mehr Dinge aufgeben zu müssen. Arbeit ist eben doch das Leben… irgendwie!

… und wieder von 0 auf 100

9. September 2009 geschrieben von LaTraviata
Ausblick aus dem Küchenfenster meiner neuen Wirkungsstätte

Ausblick aus dem Küchenfenster meiner neuen Wirkungsstätte... schön, idyllisch, auf dem Lande eben :-) !

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Dank eines spontanen Anrufes vor zwei Wochen darf ich wieder auf einem Rettungswagen sitzen und durch die Lande kurven.

Land trifft es auch ganz gut. Die Wache liegt zwar in dem Landkreis, wo ich auch wohnhaft bin, jedoch kannte ich die Gefilde hier nicht und erst langsam stellt sich ein Gefühl der groben Ortskenntnis ein, was bedeutet, dass ich zumindest in 50% der Fälle sagen kann, ob wir von der Wache rechts oder links auf die Bundesstraße auffahren müssen, um den Einsatzort zu erreichen. Karte auswendig lernen tut dementsprechend Not!

Auch ist hier “draußen” vieles völlig anders, als auf dem Flughafen; die Patienten sind nicht mehr im Terminal oder in einem Flugzeug an öffentlichen Orten vorzufinden, sondern meist in ihren Wohnungen. Interessant für mich, eine völlig neue Situation und ab und an auch aufklärend über die Gesamtsituation des Patienten. Auch von den Einsatzbildern her gesehen, ist es sicherlich lehrreich, nun im öffentlichen RD zu fahren. In meinen bisherigen 4 Diensten – hier hat man 24 Stunden am Stück – bin ich mehrere Patienten mit Krankheitsbildern gefahren, die ich in einem Jahr am Flughafen nicht zu Gesicht bekommen habe. So hatte ich heute meinen allerersten Infektionstransport – MRSA, die Seuche jedes durchschnittlichen deutschen Krankenhauses quasi  (in den Niederlanden werden daher Patienten aus Deutschland grundsätzlich erst einmal isoliert, bis die Abstriche gegenteiliges aussagen). Also das erste Mal ich kleines Menschenkind in einem riesigen weißen Plastikkondom, Mundschutz drüber, zwei Paar Handschuhe und es konnte losgehen. Den ganzen Morgen habe ich gefroren, ehe ich dann in diesem Thermokostüm gefühlte Stunden verbringen durfte – ganz schön ungewohnt. Solche Einsätze jedoch machen einem immer wieder unausweichlich klar, dass man einfach von vielen Sachen und dem damit verbundenen Procedere null Ahnung hat.

Insofern kommt ein ähnliches Gefühl auf, wie in den ersten Tagen meines Praktikumsjahres – viel Neues lernen und trotz manchmal nur endemisch vorhandener Ahnung dem Patienten doch auf subtile Art und Weise zu verklickern, dass man weiß, was man tut und das schon hunderte Mal zuvor getan hat…

Meine bescheidenen Selbstzweifel hoffe ich ebenso bald mal wieder loszuwerden – NERVT nämlich enorm (wahrscheinlich andere noch mehr, als mich selbst, aber irgendwie kann ich gegen dieses Negativdenken nach der durchaus selbstkritischen Evaluation meines eigenen Tun und Handelns nicht so viel machen.

Ich arbeite auf jeden Fall daran – und an einigen anderen Sachen.

“Live like you were die tomorrow, learn as you were live forever!”

Von 100 auf Null – der Absturz

10. August 2009 geschrieben von LaTraviata

Zehn Tage ist es jetzt her, dass ich mein Abschlussgespräch mit anschließender Feierei und den letzten Tag auf der Wache erlebt habe. Ein Jahr gefüllt mit schönen und weniger schönen Erfahrungen, Erlebnissen und Momenten ist einfach so, wie im Fluge, vergangen…

Jetzt sitze ich hier und warte auf die Ereigniskette, die je nach Entscheidung der ZVS in Gang gebracht werden möchte. Studieren oder nicht studieren, das ist hier die Frage! Momentan bin ich quasi eine Hartz IV Uschi, zwischen den Stühlen sitzend, da mein Arbeitsvertrag aus personalpolitischen Gründen nicht um die gewünschten zwei Monate verlängert wurde. Unter anderem der Krankenversicherung wegen musste ich mich arbeitslos melden – ein absolut demoralisierender und egovernichtender Gang zum Zentrum der maximalen Inkompetenz aka Agentur für Arbeit eingeschlossen. Einen Termin bei meiner “persönlichen Jobberaterin” hatte ich auch schon, Wahnsinn. Selten so unsinnig meine Zeit vertrieben, wie bei diesem Termin – die kurze Schilderung meines Werdeganges und der derzeitigen Situation wurde jäh von einem “Hmm… ähhhm… ja… da kann ich Ihnen jetzt auch nicht weiterhelfen!” unterbrochen – das sagt einiges aus!  Bleibt nur zu hoffen, dass ich den Palast der fragenden Gesichter nicht noch einmal betreten muss in der nächsten Zeit…

Allgemein lässt sich allerdings konstatieren, dass dieses “Gammelleben” nichts für mich ist. Das letzte Jahr war von Arbeit und Pendelei geprägt; von sozialer Interaktion mit verschiedensten Menschen, Kulturen und Charakteren. Diese Interaktion bleibt mir zwar zum Teil durch einen Job in einer Kneipe, aber mein weninendes Auge ist definitiv größer als das lachende…