Snörök

6. Dezember 2010 geschrieben von patrick

Ich finde es immer wieder witzig wenn ich über ein schwedisches Wort stolpere für das es im Deutschen keine Übersetzung gibt. “Snörök” ist so ein Wort. Wortwörtlich übersetzt ist das “Schneerauch” und das hat nichts mit Drogen zu tun. Was ist Snörök? Folgendes Szenario: Ihr fahrt auf einer verschneiten Landstrasse mit ca. 90km/h, da kommt Euch ein LKW entgegen. Als Ihr auf einer Höhe mit dem Laster seid sinkt die Sicht mit einem Schlag auf null… das ist Snörök. Wahrscheinlich kennen das viele vom Fahren in starkem Regen, der Unterschied hier ist, dass der aufgewirbelte Schneestaub sich nicht so schnell legt wie Wasser. Da fährt man dann zwei, drei Sekunden (das sind bei 90km/h 50 – 75m) komplett im Blindflug, ziemlich unheimlich…

How to drug a cat

12. November 2010 geschrieben von patrick

Annas Geschichte von Ivan dem rasierten Kater hat mich daran erinnert, dass es eine Geschichte unserer “Auswanderung” gibt, die ich unbedingt noch aufschreiben muss.

Wir haben vor zwei Jahren nicht nur unseren gesamten Hausrat und uns selbst exportier, sondern auch unseren Kater. Wahrscheinlich ist es einfacher ein Kilogramm Plutonium von Deutschland nach Schweden zu bringen als fünf Kilogramm Europäisch Kurzhaar. Für Menschen herrscht innerhalb der EU Freizüggigkeit, nicht so für Katzen. Schweden hat einen lustigen Katalog an Forderungen die man erfüllen muss, bevor man eine Katze durch den Zoll tragen darf. Selbstverständlich müssen alle Impfungen erledigt sein, darunter auch eine gegen Bandwürmer, die sonst nicht üblich ist. Darüberhinaus reicht eine nachgewiesene Tollwutimpfung nicht aus, man braucht eine Titerbestimmung aus einem anerkannten Labor. Das setzt natürlich voraus, dass man dem Kater irgendwie Blut entlockt, dafür muss man ihn rasieren und dafür wiederum in Narkose versetzen. In der gleichen Sitzung wurde unser getigertes Monster auch gleich noch gechipt, weil das die Voraussetzung für einen “EU-Heimtier-Ausweis” ist. Damit bekam der Kater das teuerste Ausweisdokument in der Familie.

Nun war unser Plan so, dass mein Schatz mit den Kindern und Oma mit dem Auto vorfahren, ich das Einladen unseres gesamten Krams durch das Umzugunternehmen überwachen, das Haus für die Übergabe klarmachen und dann mit dem Flieger nachkommen sollte. Mit Katze! Wie transportiert man eine Katze im Flugzeug. Die schwedische Fluggesellschaft SAS hat ein prima Callcenter, wo man auch nur zehnmal anrufen muss um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen. Katze = Handgepäck extra und kostet €50,- zu bezahlen bar Kralle am Flughafen am Lufthansaschalter (tolle Logik). Prima! Aaaaber, die Tasche in der die Katze während des Fluges wohnt darf nicht grösser sein als AxBxC cm (wer die Masse wissen will möge bitte bei SAS anrufen, ich habe das verdrängt). So eine Tasche zu finden hat mich drei Wochen gekostet, ungelogen.

Nun bin ich nunmal Anästhesist und ich hatte keinesfalls vor den Flug, bzw. die Flüge (Umsteigen in Stockholm) mit einem schreienden Kater zu verbringen, mich anstarren und als Tierquäler beschimpfen zu lassen. Da musste es doch etwas geben. Ich habe also unseren Tierarzt gefragt, was ich dem Mistvieh unserem Liebling denn spritzen könnte damit er die Sache verschläft… böser Fehler! “Sie können dem Tier doch keine Narkose machen, nur weil sie fliegen wollen…!” Gedacht habe ich: “Wieso denn nicht du Depp, du hast ihm gerade eine Narkose gemacht um ihm Blut abzunehmen???”, gesagt habe ich: “Schade… haben sie eine Empfehlung?”. Bekommen habe ich dann zwei verschieden Tabletten die ein Vermögen gekostet haben. Der Testlauf war so lala, müde war er, aber nicht so richtig. Deswegen habe ich eine Bekannte angerufen, Tierärztin, mit einem Anästhesisten verheiratet (das hat irgendwie das Verständnis getriggert) und nochmal gefragt was man so geben kann. “Fang an mit 5mg Diazepam subkutan und kuck mal was passiert…” Now we’re talking! Genau sowas wollte ich hören! Am Tag des Fluges hat der Kater dann die doppelte Dosis von diesen doofen Tabletten bekommen und ist auch brav eingeschlafen, allerdings war er nach etwa 45 Minuten wieder wach, das war noch auf der Autobahn auf dem Weg zum Flughafen. Klasse! Also Nägel mit Köpfen, bevor ich mein Gepäck aufgegeben habe (weil ich keine Nadeln mit in die Kabine schmuggeln wollte) habe ich mitten in der Abflughalle eine Ampulle Diazepam aufgezogen und dem ungemein schlecht gelaunten Katzentier 5mg unters Fell gejagt. Nach zehn Miuten war Ruhe im Karton bzw. der Tasche. Das hat etwa zwei Stunden gehalten und gerade als ich mir in Stockholm eine Pizza genehmigen will wacht der gnädige Herr auf, randaliert in seiner Tasche und haut mir durch das Netz hindurch seine Krallen in den Unterschenkel und das ganz ohne Ketanest.

Da habe ich mich wie der letzte Junkie mit meinem Kater auf die Toilette zurückgezogen und ihm noch einen Schuss gegönnt. Drei Stunden später als wir in unserem Haus angekommen waren, war er wieder wach und hat eine ganze Dose Katzenfutter vertilgt… nur die Harten komm’ in’ Garten!

kundenfreundlich

5. November 2010 geschrieben von patrick

Als wir unseren Volvo gekauft haben, das war noch in Deutschland, musste ich ziemlich lange feilschen bis man mir die Karre für die Probefahrt länger als 30 Minuten überlassen hat. Dann musste ich noch unterschreiben, dass ich alles was über 100km hinaus geht mit soundsoviel Cent pro Kilometer bezahle…

Vorgestern habe ich eine e-mail an Volvo geschrieben und um einen Probefahrttermin für einen XC 90 gebeten, ganz ohne Zeitwunsch oder sonstwas. Gestern teilt mir der Händler mit, dass wir den Wagen von Mittwochnachmittag bis Samstagmorgen haben können… Respekt, das nenne ich mal kundenfreundlich…

Fucked by Statistik

1. November 2010 geschrieben von patrick

So, wie war das nun mit der Statistik und der Fortsetzung meines letzten Beitrags?

Vor mir liegt eine blasse, alte Dame im Krankenhausbett. Wir kennen uns seit dem Narkosegespräch, als ich ihr die Narkose für ihre grosse Bauch-OP erklärt habe. Sie hat Krebs und nun sollte der raus. Sie war sehr zuversichtlich und voller Motivation. Wegen der Grösse des Eingriffs bekam sie das volle Programm, PDK, Arterie, ZVK, Oesophagusdoppler… der PDK gestaltete sich schwierig, der Rücken, geplagt von Osteoporose und vielen Jahren Arbeit, sträubte sich. Zwei Liquorpunktionen und eine blutige brauchte ich, bis dann endlich der Katheter sass. Die Testdosis schlug gut an, schwierige Punktionen kommen vor, kein Grund zur Sorge und der PDK war absolut indiziert. Der Rest der Vorbereitungen verlief problemlos. Die OP selbst war wesentlich kürzer als erwartet, der Bauch voll mit Metastasen, nichts zu machen. Als sie  im Aufwachraum zu sich kam und es viel zu früh war wusste sie sofort was das bedeutete. Sie war sehr gefasst und strahlte eine unglaubliche Stärke aus. Am späten Nachmittags war Sie bereits zurück auf der Station. Am nächsten Morgen konnte sie  mit leichter Unterstüzung auf eigenen Füssen zur Toilette gehen. Der PDK funktionierte einwandfrei… bis zum Abend. Da erwachte sie aus einem Nickerchen mit furchtbaren Schmerzen im Rücken und ohne Gefühl oder Kraft in den Beinen. Im MRT zeigte sich eine epidurale Blutung in Brusthöhe… FUCK! Not-OP… und jetzt abwarten ob es wieder was wird mit den Beinen…

Und da liegt sie nun, sie weiss dass sie sterben wird, bald… und ich habe ihr die letzten Monate ihres Lebens versaut, irgendwie…  Ich habe tagelang überlegt ob ich etwas falsch gemacht habe, ich habe mit sehr vielen Kollegen gesprochen, ich habe Studien und Statistiken gelesen und kann nur zu einem Schluss kommen: shit happens! Diese Form der Blutung ist eine sehr seltene Komplikation rückenmarksnaher Betäubungsverfahren. Einem Patienten diese Möglichkeit der Schmerzbekämpfung vorzuenthalten wäre unethisch. Ich habe seit dem Vorfall für ähnliche oder identische OPs bestimmt  20 PDK gelegt und würde es immer wieder tun. Ich bin der festen Überzeugung, dass sie den Katheter gebraucht hat und ich nichts falsch gemacht habe, ich konnte nichts dafür…

…und was bringt mir das? Garnichts! Ich fühle mich scheisse… und schuldig, irgendwie…

…und im Krankenhausbett vor mir liegt eine blasse, alte Dame und tröstet mich…

Der Boden der Tatsachen

12. Oktober 2010 geschrieben von patrick

Dr. Cox aus “Scrubs” hat mal einen wichtigen Satz zu seinen Residents gesagt: “Each and every one of you is going to kill a patient.” Klar, guter Lacher in einer Fernsehserie, aber wieviel Wahres steckt da drin? Ich habe in elf Jahren Rettungsdienst und sechs Jahren als Arzt eine Menge Patienten sterben sehen, es nicht mehr geschafft sie zurückzuholen oder erst garnicht damit angefangen. Mancher Tod ist mir nahe gegangen, andere überhauptnicht. Aber ich war nie verantwortlich, ich habe nie durch Unachtsamkeit oder Unfähigkeit einen Tod verursacht. Und dennoch glaube ich, dass sich in diesem Satz von Perry Cox etwas Wahres wiederfindet. “Wo gehobelt wird fallen Späne!” auch so eine Formulierung die hier passt. Früher oder später passiert etwas, es muss ja nicht gleich jemand sterben, aber die Statistik ist gegen uns. Und jetzt hat mir die Statistik so richtig die Schaufel raufgehauen… Fortsetzung folgt…

mittleres Management

7. Oktober 2010 geschrieben von patrick

Seit ich mein Dasein in OP-Abteilungen friste bemitleide ich die armen Schweine die diese Katastrophe von Tagesgeschäft organisieren dürfen. OP-Manager heisst das meistens und beinhaltet nichts anderes als dass man sich permanent mit allen Beteiligten herumärgern darf. Von Anfang an habe ich gesagt, dass das von allen Jobs der letzte wäre den ich machen wollte. Magengeschwür, Herzinfarkt und Haarausfall sind da vorprogrammiert, alle hassen einen und man ist nie zufrieden mit dem eigenen Tun.

Heute war es soweit, ich “durfte” hineinschnuppern in die wunderbare Welt des logistischen Selbstmordes. OK, es hielt sich in Grenzen, weil das was ich da machen musste nur einen Teil der eigentlichen OP-Management-Routine umfasst, aber es hat gereicht um alle meine Vorurteile bestätigt zu sehen. “Programmverantwortlicher Arzt” ist der unheilbringende Titel und dahinter stand heute auf dem OP-Plan blöderweise mein Name. Das bedeutet, dass man die eigenen Kollegen einteilt, die Studenten auf die Säle verteilt, zusammen mit der Chefschwester nachgemeldete akute (oder weniger akute) OPs organisiert, bestimmt wer wann die Prämedikationsambulanz besetzt und der Ansprechpartner für alle Probleme ist, die auch nur ansatzweise mit der Anästhesie zu tun haben. Blöd jetzt, wenn das Motto so mancher Operateure “die Anästhesie ist Schuld” ist. Noch blöder ist natürlich wenn sie Recht haben, weil mein Kollege K. das mit dem teaching etwas zu ernst nimmt und, obwohl unsere junge Kollegin L. schon vor Monaten bei uns angefangen hat, nochmal bei Huhn und Henne anfängt und die Einleitung dann zwei Stunden (aaaaaahhhh) dauert. Ratet mal wer angemeckert wird… Gefühlt bin ich heute 2000mal angepiepst worden und habe zusammen gerechnet bestimmt drei bis vier Stunden nur telefoniert. Und weils so schön war darf ich das morgen wieder machen… Gerechtigkeit sucks! Warum zum Geier muss da jeder mal dran sein? Also wirklich…r

In diesem Sinne: Willkommen im selbstgewählten Beruf…!

Konservenschlacht

5. Oktober 2010 geschrieben von patrick

Diese Woche empfehlen wir: Bauchaortenaneurysma, frisch rupturiert mit einem Assortiment aus Erythrozytenkonzentraten, Plasma und Thrombozyten.

Akute Bauchaorta war scheinbar das Motto der vergangenen Woche. Erst hatte ich zwei in der regulären Arbeitszeit und dann schliesslich eine nachts im Dienst. Irgendwer scheint das witzig zu finden oder zumindest zu meinen, dass ich da noch etwas Übung brauche. Eine akute Aorta unterscheitet sich von einer elektiven dadurch, dass das sprichwörtliche Kind bereits in den Brunnen gefallen ist und man es jetzt da rausprokeln darf bevor es zu spät ist. Rupturiert ein Aortenaneurysma erreichen 50% der Patienten nicht lebend das Krankenhaus. Da die abdominelle Aorta retroperitoneal (also zwischen Bauchfell und hinterer Bauchwand) verläuft kann die Ruptur tamponieren, d.h. das die Aorta umgebende Gewebe verhindert das Ausbluten des Patienten. Der dort entstehende Druck macht aber deutliches Aua und teilt somit dem Besitzer des Aneurysmas schmerzvoll den Ernst der Lage mit. Von denen die das kapieren und es dann bis in die Klinik schaffen sterben leider auch nochmal etwa die Hälfte während des Eingriffs oder in der oft nicht komplikationsfreien Zeit danach. Man kann also sagen die Voraussetzungen für diese OP sind also nicht wirklich optimal. Einer der drei Kandidaten der vergangenen Woche kam wach und sprechend bis in den OP und ist dann tatsächlich gerade als wir einleiten wollten vollrupturiert, Druck von 90 auf 30 runter, Augen verdreht… eigentlich gutes Timing, hätte er ja auch irgendwann während der 120km Fahrt im Rettungswagen machen können. Da ging es dann etwas schneller, Tubus, Adrenalin, Bauch auf, Blut spritzt bis an die Decke (kein Scherz!), Daumen drauf, Druck kommt wieder und ich etwas angeschwitzt. Dankenswerterweise ist dies eine der OPs bei denen man wäscht und steril abdeckt und man erst einleitet wenn der Chirurg mit dem Messer in der Hand am Patienten steht. Hier noch 20 Minuten auf den Operateur warten wäre sicherlich nicht zielführend gewesen. Der Grund dafür ist allerdings, dass wegen des anästhesiebedingt nachlassenden Muskeltonus eine gedeckte Ruptur zu einer offenen werden kann. In diesem speziellen Fall hat es jetzt gereicht mit der Ketanestspritze bis auf zehn Zentimeter an den Patienten ranzukommen. Wie gesagt, gutes Timing.

Insgesamt habe ich in dieser Woche einen Level 1 ® gekillt, 42 Erythrozytenkonzentrate, 24 FFP und 4 Thrombozytenkonzentrate verballert und habe dafür drei Patienten die zwar noch auf Intensiv liegen, aber immerhin Puls haben, atmen und sprechen. Die Rechnung ist also aufgegangen und ich habe tatsächlich etwas mehr Übung…

just do it

25. September 2010 geschrieben von patrick
Wenn alles gut geht bin ich in ein paar Wochen Facharzt, das Komische ist, dass ich nicht den Eindruck habe wesentlich mehr zu können als vor einem oder zwei Jahren. Ich glaube der eigentliche Unterschied ist, dass man sich einfach mehr (zu)traut. Vorgestern im Samstag-Tagdienst hatte ich zum Beispiel eine vom Freitag übriggebliebene “offene Galle”, d.h. eine konventionelle Cholezystektomie . Das bedeutet, dass man ganz herkömmlich den Bauch auf macht, die Gallenblase rausschneidet und dann wieder zunäht. Heutzutage wird meist die schonendere Version der Gallenblasen-OP gewählt, bei der man laparoskopisch arbeitet und über kleine Schnitte Werkzeuge und eine Kamera in den Bauchraum einführt. Die konventionelle Methode wird nur bei zu erwartenden Problemen wie beispielsweise Malignität oder Verwachsungen auf Grund früherer Operationen angewendet. Ein grosser Nachteil der offenen OP ist, dass es hinterher  wehtut, also so richtig und die Patienten ziemlich viel Opiat einfordern. Eine Möglichkeit dem vorzubeugen ist eine Intercostalblockade bei der man über mehere Niveaus Intercostalnerven betäubt und so den postoperativen Schmerz der ersten Stunden wegnimmt. Das ist keine Hexerei und nicht wirklich kompliziert aber da ich irgendwie Pech hatte und offene Gallenblasen OPs wie gesagt seltener sind hatte ich das, obwohl ich jetzt schon ziemlich lange in der Allgemeinchirurgie bin, erst einmal huschusch gesehen und noch nie selbst gemacht. Mein Hintergrund war an diesem Tag einer unserer eingefleichten Intensivmediziner, also keine grosse Hilfe was Lokalanästhesie bedeutet. Da ich keine Lust hatte der knapp 90-jährigen Patientin postoperativ Morphin bis zum Abwinken zu verpassen habe ich es noch einmal nachgelesen und dann einfach gemacht. Ich denke noch vor einem Jahr hätte ich da erheblich mehr Skrupel gehabt und es wahrscheinlich gelassen, mit dem Ergebnis die Patientin die ganze Nacht mit hohen Dosen Opiat im Aufwachraum zu haben oder aber einen PDK zu legen der wiederum wesentlich teurer und aufwändiger ist und im Grunde unnötig. In diesem Fall konnten wir nach zwei Stunden eine quietschfidele schmerzfreie Oma auf Normalstation verlegen. Ich schreibe das nicht um zu zeigen was für ein toller Narkosehecht ich bin, dafür ist eine simple Intercostalblockade nun wirklich nicht das geeignete Mittel. Dieses Beispiel hat mir einfach gezeigt dass das Selbstvertrauen auch mal was zu machen was man nicht bis zum Erbrechen unter Aufsicht geübt hat irgendwie klammheimlich durch die Hintertür reingekommen ist… ein gutes Gefühl…

kick off

10. September 2010 geschrieben von patrick

Der Sommer ist vorbei, der Alltag hat uns wieder. Zum Verständnis sei kurz erklärt, dass im Sommer in Schweden recht wenig geht. Alle Arbeitnehmer haben einen Anspruch auf vier Wochen Sommerurlaub am Stück und daraus resultiert natürlich eine gewisse Trägheit im öffentlichen Leben. Für meine Klinik bedeutet dies, dass im Sommer der OP-Betrieb für zehn Wochen auf ca. 40%  runtergefahren und eigentlich ausschliesslich Akut- und Tumorchirurgie operiert wird. In diesem Sommer hatten wir zu Testzwecken erstmals ”Block-Urlaub”, das heisst alle Anästhesisten wurde in zwei Gruppen geteilt und jede Gruppe war fünf Wochen weg. Dieses System des Runterfahrens hat natürlich grosse Nachteile für alle Patienten die auf eine OP warten ist aber andererseits sehr arbeitnehmerfreundlich. Nunja jetzt sind auch die letzten aus dem Urlaub zurück und da haben unsere Chefs beschlossen uns mit einer Party willkommen zu heissen und sich für den Sommer zu bedanken, der für die die eben gerade nicht im Urlaub waren doch sehr heftig war, will sagen wir haben uns den Arsch aufgerissen und rund um die Uhr operiert weil die Definition von “Akutchirurgie” doch sehr dehnbar ist… vergangenen Montag haben wir uns nach der Arbeit getroffen und statt Montagsbesprechung köstliches Essen vom Inder verspeisst und einen wirklich schönen Abend gehabt. So muss das sein!

sometimes…

30. Juli 2010 geschrieben von patrick

… you want to smack somebody…

Dies ist ein Tatsachenbericht! Ganz sicher!

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